Die Wahrheit über Fast Fashion - Das solltest du wissen!

Die Wahrheit über Fast Fashion - Das solltest du wissen!

Die Frage aller Fragen – was soll ich heute anziehen? Durch die große Präsenz der Mode in unserem Leben hat sich eine riesen Industrie rund um die Fashion gebildet, die nur mehr auf Konsum und Profit aus ist und die...

Unsere Gesellschaft legt großen Wert auf materiellen Besitz und somit auch auf unser Äußeres und alles was uns umgibt. Mode ist eines der größten Themen in unserem Alltag und stellt die eine oder andere Person täglich vor unmögliche Herausforderungen! Die Frage aller Fragen – was soll ich heute anziehen? Durch die große Präsenz der Mode in unserem Leben hat sich eine riesen Industrie rund um die Fashion gebildet, die nur mehr auf Konsum und Profit aus ist und die Menschen hinter den Kleidungsstücken komplett vergessen.

Sozialstandards & Ethik – Fehlanzeige! 

Die Masse der Mode wird im südostasiatischen Raum gefertigt, denn dort ist die Arbeitskraft günstig und die sozialen Bedingungen machen es möglich, Menschen für einen Hungerlohn auszubeuten. In manchen Fabriken werden über 11.000 Jeans produziert, für welche Näher:innen zwölf Stundenschichten schieben und das sieben Tage die Woche. Diese Bedingungen machen es möglich, dass wir im Westen eine Jeans für 20 Euro kaufen können. Der Lohn wird nicht an Stunden gekoppelt, wie es bei uns der Fall wäre, sondern an Stückzahlen – je mehr produziert wird, desto höher der Verdienst.

Wie viel kostet Fast Fashion wirklich?

Statistisch gesehen geht der normale Mensch 14 Mal im Jahr Shoppen und gibt im Durchschnitt 10 Euro pro Woche – also 520 Euro im Jahr – für Kleidung aus. Das sind durchschnittlich 60 Kleidungsstücke pro Jahr, von denen nur 60 % getragen werden. Somit könnten 208 Euro sinnvoller und besser angelegt werden. Und der Mensch kauft weiter ein, denn die Bedürfnisbefriedigung setzt nicht mehr ein bzw. hält nur sehr kurz an. Daher stopfen wir unseren Kleiderschrank immer voller, während auf der anderen Seite die Portemonnaies der Fashion-Giganten immer praller werden.

Greenwashing – ein großes Problem

Der Begriff Greenwashing bedeutet so viel wie „gezielte Verbreitung von Desinformationen in Bezug auf ökologische Verantwortung“. Damit rühmen sich große Modekonzerne und versuchen den Konsument:innen ein besseres Gefühl zu geben, denn wirklich grün und nachhaltig agiert von den Mode-Riesen niemand. Viele Unternehmen sind stolz auf ihre nachhaltige Kollektion, dass diese aber nur einen Bruchteil des gesamten Unternehmens ausmacht, will hier niemand sehen. So schaffen es Fast Fashion Ketten einen umweltbewussten Eindruck zu vermitteln, ohne wirklich so zu handeln. Das führt langfristig zu dem Problem, dass der Umsatz steigt, weil Menschen dann dort einkaufen, mit dem Gedanken, einen Schritt in die nachhaltige Richtung zu gehen.

Beim nächsten Einkaufsbummel denke doch daran, ob du dein Geld nicht lieber langfristig in etwas Nachhaltiges und qualitativ Hochwertiges investieren willst. So kannst du vielleicht nur 30 Teile pro Jahr kaufen, aber die werden dich lange begleiten und du leistest zudem einen positiven Beitrag für Mutter Erde.

Quelle:

Brodde, Kirsten; Zahn Alf-Tobias (2018): Einfach anziehend. Oekom Verlag.

UBA Texte (39/2016): Kleinhückelkotten et. al.: Repräsentative Erhebung von Pro Kopf Verbräuchen natürlicher Ressourcen in Deutschland (nach Bevölkerungsgruppen), S. 60.